Sommerlager in Dänemark

Windstärke sechs – Klemens-Hofbauer-Gruppe im stürmischen Dänemark

Windstärke sieben: Fast wäre unser Vortrupp mit Anhänger am Tag vor der allgemeinen Abreise nicht über die Fehmarnsundbrücke gekommen, die kurz darauf für LKW’s, Wohnmobile und Fahrzeugen mit Anhängern gesperrt wurde. Am nächsten Tag war es nicht mehr so schlimm, aber immer noch heftig. Der Wetterbericht meldete im Norden Windstärke sechs, Böen acht. Die Bäume bogen sich beträchtlich. Der Regen prasselte nur so gegen die Scheiben – bis Montag Mittag; dann legten sich die Fluten, und wir wurden mit herrlichem Sommerwetter bedacht.

151 junge und erwachsene KSJ’ler verbrachten nun zum siebten Mal zwei Wochen Ferien in Rødby Dänemark. Sogar mehrere Strandnachmittage mit Baden waren möglich.

 Professionelle Showmaster

hätten von unseren Leiterinnen und Leitern einiges lernen können, Florian S. wäre bei unseren Karaoke-Abenden vor Neid erblasst, denn unsere Pänz waren riesig motiviert, ihr musikalisches Können hemmungslos unter Beweis zu stellen. Diese Großveranstaltungen jedenfalls waren Highlights unseres Sommerlagers.

Einen großen Bestandteil unseres Programms boten die kreativen AK’s, jeweils drei mal an zwei Vormittagen.

 

AK

Leiter

Country-Vogelhäuser

Markus Faßbender, Alexander Wodara

Stofftiere

Nicole Krause, Daniela Engels

Töpfern

Nils Buskros, Nittin Titus

Kubbs bauen

Martin Franken, Lukas Hötte

Zeitung

Max Gripp, Benedict Vandamme

Windlichter

Maike Voosen, Anne Kuhl

Drachenbau

Sebastian Knopp

Gipsmasken

Lena Schürheck, Julia Peters

Mosaik-Teller

Julia Kuth, Anna Feichtner

Erste Hilfe Kurs

Thorsten Putensen

Musik-AK

Moritz Rossmann, Jonas Euteneuer

Kissen nähen

Lisa Hüther

 Futter fürs Hirn gab es im

Asylspiel

Die Spielidee ist der Hürdenlauf asylsuchender Menschen. Die Pänz erfahren beim Wecken, dass sie gezwungen sind, noch heute ihre bisher angestammte Heimat verlassen zu müssen wegen Krieg, Vertreibung, Naturkatastrophen. Sie sollen als Ausländer im fiktiven Land „Ministrarien“ Asyl beantragen. Bei verschiedenen „Ämtern“ müssen sie eine Vielzahl von bürokratischen Hürden überwinden.

Gruppenweise wurden die Pänz mit dem Bulli an den Startplatz gefahren; von da aus mussten sie Grenzposten überwinden, sich heimlich an ihnen vorbeischmuggeln oder sie bestechen, um zur zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber zu gelangen. Von hier aus mussten sie, ausgestattet mit einer Vielzahl von Formularen, zum Wohnungsamt, Arbeitsamt, Registrierungsamt, Passamt, Gesundheitsamt, Fortbildungsamt, Amt für öffentliche Ordnung und – zur Mittagszeit – zur Zentralküche, die unsere „Asylbewerbenden“ mit leckeren Hot Dogs verköstigte. Das Mittagessen mussten sie gegen Tausende von heißhungrigen Wespen verteidigen. Dieses Spiel war eine tolle Idee unseres Think Teams.

Nach so vielen Behördengängen lag es nahe, auch einmal eine Beamtenlaufbahn im wörtlichen Sinn einzuschlagen. Als Olympiade eine

Beamtenlaufbahn

mit typischen Spielen fürs und im Büro:

Krawatte binden, Paper-Toss (mit Knüddeln den Papierkorb treffen), Beamtenmikado mit großen Stäben, wer sich zuerst bewegt, hat verloren, Aktentaschenweitwurf, Kaffee balancieren, Apfelschälen mit möglichst langer Schale, Wettspitzen, bis vom Bleistift nichts mehr übrig bleibt, Bürohockey, Googlespiel, die Freizeitbeschäftigung für Unterbeschäftigte,  eine defekte Tastatur wieder richtig einsortieren, Papierflieger bauen, Schnellstempeln, Wettdiktat, Zahlenmemory, einen Kuli zusammenbauen. Mit dieser „Beamtenlaufbahn“ könnte der erste Teil der kaufmännischen Ausbildung dann wohl schon abgeschlossen sein.

 Der Tagesausflug nach

Kopenhagen

führte uns in den weiterhin sehr schön ausgebauten Zoo, ins Experimentarium und in die Altstadt.

Für unser leibliches Wohl sorgten Monika Engels-Welter, Susanne Frank, Elke Martinet, Brigitte Schätz und Claudia Wendel mit einem hervorragenden Menüplan, jeden Tag liebevoll mit einer handgemalten Speisekarte veröffentlicht.

Unserem Küchenteam und den Leiterinnen und Leitern danken wir herzlich für ihren gelungenen ehrenamtlichen Einsatz. Ihr gut durchdachtes und durchgeführtes Programm unterscheidet uns von den Jugendfahrten kommerzieller Anbieter. Im nächsten Jahr fahren wir nach Saalbach-Hinterglemm Österreich. Ein weiterer Dank gilt auch dem BDKJ für die Vermittlung von Geldern aus dem Landesjugendplan und den Kommunen Bonn, Bornheim, Niederkassel, Rheins-Sieg-Kreis, Troisdorf und Wesseling für die finanzielle Unterstützung.

Hauptverantwortlich waren die Mitglieder des Stadtleitungsteams Benedict Vandamme, Nicole Krause, Max Gripp, Maike Voosen und die Schulseelsorger Pfarrer Wolfgang Pütz, die Patres Friedhelm Knapp und Dr. Jürgen Langer.